Wanderung zur Passauer Hütte

Wanderung zur Passauer Hütte

Passauer Hütte von Weißbach über den Forstweg

Gehzeit: 5-6 Stunden

Höhe der Hütte : 2051 M

Wir entschieden uns eine Nacht auf der Hütte zu bleiben. Da unsere Anreise erst am Freitag erfolgte, war es uns zeitlich nicht möglich die komplette Wanderung zu machen. Abgesehen davon hielt sich unsere Motivation für eine 6 stündige Wanderung in Grenzen. 

Daher haben wir uns für das Wandertaxi entschieden. Eine wirklich zeitsparende Option, jedoch nicht gerade günstig. Da wir außerhalb der regulären Fahrzeiten gefahren sind, hat uns die halbstündige Fahrt 22 Euro pro Person gekostet. Die Abfahrt war in Weißbach am Naturparkzentrum, wo wir unser Auto über Nacht geparkt haben.

Nach mehreren Serpentinen durch den Wald, setzte uns der Taxifahrer ab. Von hier aus hat die 2 stündige Wanderung zur Hütte begonnen. Gleich zu Beginn geht man einen relativ steilen, aber wunderschönen Pfad durch den Wald. Nach ca. 30 Minuten überraschte uns eine kleine, süße Jagdhütte, wo wir unsere erste Verschnaufpause einlegten. Auch hier war der Ausblick schon traumhaft! Hier gibt es übrigens die letzte Wasserstelle bis zur Hütte.

Kurz nach der Hütte veränderte sich die Landschaft. Man verlässt den dichten Wald und überquert eine riesige Blumenwiese. Alles schien jetzt noch alpiner. Ab diesen Zeitpunkt konnte man die Hütte ganz oben am Berg erkennen und unser Ziel rückte immer näher. Doch das letzte Stück hatte es nochmal in sich. Nach der Anfahrt und der 2 stündigen Wanderung konnten wir es kaum erwarten unsere Freundin endlich wieder zu sehen, die schon mit Spaghetti Bolognese auf uns wartete. 

Die Aussicht von der Hütte war traumhaft. Überall wo man hin sah, erstreckten Berggipfel. Das ganze wurde noch verschönert durch die untergehende Abendsonne.

Zuerst haben wir unser schönes Sechsbettzimmer bezogen. Die Berghütte verfügt über mehrere Schlafsäle und Mehrbettzimmer, zwei Gaststuben. Unser persönliches Highlight war die Terrasse!

Natürlich wollten wir die Möglichkeit nutzen und am nächsten Morgen den Sonnenaufgang zu betrachten. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, da keiner Wolken die Sonne verdeckten. 

Ich muss ehrlich gestehen, als der Wecker um 4:30 klingelte, war ich kurz davor im Bett liegen zu bleiben. Doch im nach hinein war es die beste Entscheidung! Nachdem wir uns warm eingepackt haben, ging es für uns auf den benachbarten Gipfel „Hochzint“. Von der Hütte sind es nochmal ca. 40 Minuten bis zum Gipfelkreuz. Ich war überrascht wie hell es um 4:30 schon war, doch die ganze Stimmung war einfach nur magisch.

Oben angekommen hatten wir noch 5 Minuten zum Verschnaufen, bis sich die Sonne hinter den Bergen zeigte. Solche Momente vergisst man nie! Die Farben zeigten sich in ihrer schönsten Pracht. Alles wurde in einem dunklem Orange eingefärbt. 

Auf dem Rückweg, entdeckten wir ein Schild mit dem Namen „Melkerloch“. Vom Gipfel aus, haben wir dieses Loch bereits gesehen und waren gespannt was uns dort erwartet. Der Weg dort hin, kann für einige etwas schwindelerregend sein, da man den Abgrund immer vor Augen hat. Nichts desto trotz ist der Weg natürlich nicht gefährlich und breit genug. Nach kurzer Zeit gelangt man in eine riesige Höhle. Das war also das Melkerloch! Auch hier hatte man einen atemberaubenden Ausblick. 

Wir würden euch unbedingt empfehlen dort hin zu gehen! 

Auf den Rückweg zur Hütte, merkte ich wie sich ein immer stärker werdendes Hungergefühl breit machte. Doch glücklicher weise gab es ab 7 Uhr Frühstück auf der Hütte. Es gab selbst gebackenes Brot, Marmelade, Käse und Salami. Dazu Kaffee oder Tee. 

Eine Nacht in der Hütte kostete 25 Euro p.P. Dazu kamen nochmals 15 Euro für das Abendessen, sowie 13 Euro für das Frühstück.

Nachdem wir uns mehrere Stunden auf der Sonnenterrasse ausgeruht, bzw. geschlafen haben, machten wir uns auf den Weg zurück ins Tal. 

Der Weg ins Tal stellte sich als langwieriger heraus, als zuvor gedacht. Der Abstieg bis zu dem Ort, an dem uns das Taxi abgesetzt hat, verging wie im Flug. Allerdings begann sich der Weg von hieran scheinbar unendlich zu stecken. Man läuft ca. 3 Stunden stumpf einen schlangenförmlichen Pfand bis ins Tal. 

Zusammengefasst war es eine wirklich schöne Wanderung. Der Ausblick und die Nacht auf der Hütte waren wirklich einzigartig. Falls man genug Zeit hat, würden wir die Wanderung vom Tal aus empfehlen, da das Taxi wirklich teuer ist. 

Falls ihr noch Fragen habt, lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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