Roadtrip von Deutschland nach Spanien

Roadtrip von Deutschland nach Spanien

1. Stopp: Frankreich

Nachdem ich im Frühjahr 2020 mein Auto ausgebaucht habe, wollte ich dieses natürlich auf einer etwas längeren Reise testen. Eigentlich hatte ich ja eine Fernreise geplant, aber da hat mir Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also haben wir das Beste daraus gemacht und beschlossen in den Sommerferien mit dem Auto nach Spanien zu fahren. Hauptsächlich wollte ich natürlich surfen. Ein weiteres befreundetes Pärchen, Laura und Matze, hatten sich dazu entschlossen uns zu begleiten. Ich sehnte mich schon lange nach dem Meer und konnte es kaum erwarten zu starten.

Wir haben uns alle unser erstes Surfboard gekauft, damit wir auf keinen Verleih angewiesen waren. Laura und Matze hatten sich den VW Bus von Matze´s Eltern geliehen. Voll beladen starteten wir also im Allgäu bei den Eltern von Matze und konnten es nicht erwarten ans Meer zu fahren.

Wir wollten keineswegs auf überfüllten Campingplätzen übernachten. Also haben wir uns im Vorfeld ein paar potenzielle Stellplätze rausgesucht. Das planen wir immer mit „Park4night“. Mit dieser App habe ich schon auf einzigartigen Plätzen geschlafen.

Unser erster Stopp war im Landesinneren von Frankreich. Wir haben einen schönen Stellplatz an einem kleinen Bach gefunden. Alle waren ziemlich fertig von der Fahrt, da wir uns die Maut für Frankreich sparen wollten (ca.100 Euro pro Auto) und somit nur Landstraßen gefahren sind. Was auch seine schönen Seiten hat, da man dadurch viele schöne Orte entdeckt.

2. Stopp: Guethary

Am nächsten Morgen starteten wir ziemlich früh. Wir wollten bis nach „Guethary“ fahren, da ich dort von einem guten Surfspot gelesen hatte. Außerdem wollten wir so schnell wie möglich nach Spanien, weil es dort wesentlich entspannter ist, einen geeigneten Schlafplatz zu finden.

Nach 2 Tagen Autofahrt waren wir endlich an der Küste Frankreichs angekommen und freuten uns auf das Meer. Also gingen wir erstmal baden um uns abzukühlen. Es fühlte sich unglaublich an wieder im Meer zu sein. Wir kochten Nudeln mit Meeresfrüchte, schauten uns den Sonnenuntergang an, tranken Bier und gingen zufrieden ins Bett.

3. Stopp: Die Cideria und San Sebastian (Spanien)

Endlich in Spanien angekommen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach San Sebastian. Nachdem wir einen kurzen Abstecher in die Stadt gemacht haben, ging es für uns weiter zu Cideria „Petritegi Sagardotegia“. Das Lokal bietet freundlicherweise einen Stellplatz für Campervans und Wohnmobile an, was für uns perfekt war. So konnte man den Abend auch wirklich genießen. Wenn ich nach Spanien fahrt, ist das ein absolutes Muss! Man zahlt dort ca 35 € pro Person und darf dafür ein 4 Gänge Menü und den ganzen Abend Cider genießen. Das Highlight sind die großen Ciderfässer, zu denen man jederzeit gehen kann um sein Glas aufzufüllen. Ich war dort schon das 3. Mal dort und immer wieder ist es ein Erlebnis. Das Essen ist unglaublich gut, aber nichts für Vegetarier.

4. Stopp: Playa de Gerra

Unser Roadtrip ging weiter über Zarautz, Bilbao, Santander bis nach Playa de Gerra. Laura und Matze hatten uns dort einen Platz empfohlen zum campen, surfen und entspannen. Als wir dort ankamen, war ich etwas skeptisch, da uns dort ca. 20 weitere Camper erwarteten. Eigentlich teile ich ungern den Schlafplatz mit so vielen anderen Bussen. Es stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass es die beste Entscheidung war. Wir haben uns einen Parkplatz am Hang gesucht – der Ausblick war überwältigend. Man sah direkt aufs Meer, im Hintergrund zeigten sich die Berge im Sonnenuntergang. Um uns herum war alles voller grüner Wiesen und Kühen, es war sehr idyllisch. Jeden Abend kam der Bauer, dem das Grundstück gehört und kassierte pro Fahrzeug 10€. Dafür konnte man entspannt stehen, hatte eine saubere Toilette und eine Außendusche.

Was mich überzeugt hat, an diesem Ort etwas länger zu stehen waren die Wellen. Ich bin hauptsächlich nach Spanien gefahren um meine Surfkenntnisse zu verbessern und so viel Zeit wie möglich im Wasser zu verbringen. Die Leute hier waren alle sehr entspannt. Es gab keinen wilden Partys bis in die Nacht, die Camper hier waren sehr naturverbunden und auch wegen den guten Wellen hier.

Wir waren insgesamt 8 Nächte an diesem Spot. Jeden Morgen öffnete ich den Kofferraum und konnte von meinem Bett aus, die Wellen checken. Wenn diese gut waren sind wir in den Wetsuit und runter zum Surfen. Nach dem Surfen haben wir gemeinsam gefrühstückt, nochmal geschlafen um uns auf die 2. Session vorzubereiten. Wir konnten alle sehr gut entspannen und genossen die Zeit hier.

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