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Panama – Travel Itinerary

Oh wie schön ist Panama – 3 Weeks Travel Itinerary

Oh wir haben sehr lange überlegt, sehr sehr lange und waren uns lange nicht sicher, ob die Reise so stattfinden konnte wie wir es geplant hatten. Nach sehr langer Recherche und unendlichen Stunden auf Flugplattformen haben wir letztendlich einen Flug nach Panama gebucht. Aufgrund von Corona waren wir uns ziemlich unsicher, ob wir eine Fernreise in dieser Form antreten können. Mirco und ich hatten insgesamt für 3 Wochen gebucht, allerdings nur den Flug, alles andere wollten wir wie immer sehr spontan handhaben. Wir konnten es gar nicht fassen, wieder in den Flieger zu steigen und nach Mittelamerika zu fliegen, doch wir waren voller Vorfreude und konnten es kaum erwarten. Im folgenden Beitrag möchten wir unsere Erfahrungen von Panama mit euch teilen und wir können auf alle Fälle sagen, dass wir jeden Tag genossen haben und es eine unvergessliche, wunderschöne, abenteuerlustige Reise war! Wir vermissen dieses tolle Land jetzt schon.

Allgemeines und Vorbereitung für Panama

Wie schon oben erwähnt, haben wir nicht viel vorher geplant, um genauer zu sein gar nichts, da wir es lieben spontan irgendwo länger zu bleiben, wenn es uns dort gefällt. Wichtig war uns natürlich, viel in der Natur zu sein und Surfen zu gehen.

Impfungen

Im Tropeninstitut in München wurde uns empfohlen Hepatitis B, Tetanus und Tollwut zu impfen. Wir haben zusätzlich noch die Gelbfieberimpfung gemacht, da wir lieber auf Nummer sicher gehen wollten. Die Ärzte meinten, diese bräuchte man nur, wenn man im östlichen Teil von Panama reist.

Kosten

Für den Flug nach Panama mit einem Zwischenstopp in Madrid haben wir 730 Euro gezahlt. Wir haben uns sagen lassen, dass dies wohl der normale Flugpreis nach Panama sein sollte. Es hätte definitiv auch billigere Flüge geben, die hatten aber einen Transit in den USA, was aufgrund von Corona nicht möglich für uns war.
Im Allgemeinen ist Panama auf alle Fälle kein sehr billiges Land zu Bereisen. Man darf es also auf gar keinen Fall mit Asien vergleichen. Wir haben fast immer in Hostels geschlafen, wo ein Dorm ca. 15-18 Dollar pro Nacht kostete und ein Privatzimmer zwischen 40 – 60 Dollar. Frühstück kostete meistens 4-7 Dollar und ein Abendessen lag zwischen 9 – 13 Dollar, natürlich kam es auch darauf an, welches Restaurant oder Lokal man besuchte

Transport

In Panama ist es sehr gängig mit dem Bus zu Reisen. Dies gestaltete sich auch sehr problemlos. Viele Unternehmen bieten auch Shuttles von A nach B an, was natürlich manchmal Zeit erspart. Meistens sind wir aber mit dem Bus gereist, da es natürlich viel preiswerter war und ich es mag mit den Einheimischen zu reisen, was allerdings kein Spaß war, sind die Klimaanlagen in den Bussen. Zieht euch sehr sehr sehr warm an;) 2 Stunden Busfahrt kosteten ca. 5 Dollar. Shuttles hingegen um die 30 Dollar.
Die Shuttles werden meistens von den Hostels angeboten, am besten fragt ihr einfach dort nach.

Klima und Wetter

In Panama ist von Mai bis November Regenzeit. Da wir im August gereist sind, hatte ich sehr starke Bedenken, denn wir hatten keine Lust in meinen Sommerferien den ganzen Tag Regen zu haben. Wir haben sehr viele Erfahrungsberichte gelesen und diese unterscheiden sich gewaltig. Wir können sagen, dass für uns die Regenzeit kein Problem war. Wir haben sehr, sehr viele Tiere gesehen, die man anscheinend bei der Trockenzeit nicht zu Gesicht bekommt. Ja es hat an den meisten Tagen einmal am Tag geregnet, aber das war nach ca. 1- 2 Stunden auch wieder vorbei und warm ist es trotzdem. Die Natur ist traumhaft schön, alles ist grün und wächst und weniger Touris sind auch;)

Unsere Route

3 Weeks Travel Itinerary

Anreise

Am 01.08.21 startete unsere Reise von München über Madrid nach Panama City. Beim Hinflug hatten wir nur 1 Stunde Aufenthalt in Madrid, was sehr angenehm war, wenn man noch einen Langstreckenflug vor sich hat. Wir sind übrigens mit Air Europa geflogen. Um 17:00 Uhr kamen wir in Panama City an. Wir haben uns dann gleich noch für 3 Wochen eine Simkarte gekauft und dann ging es schon los in Richtung Innenstadt. Vom Flughafen aus, haben wir uns ein Taxi geholt, dass uns zu unserer Unterkunft brachte. Auch hier sollte man versuchen, nicht gleich in das Taxi zu steigen, sondern einen Preis auszuhandeln. Diese Fahrt kostet ca. 20 Dollar vom Flughafen in die Stadt.

Die erste Nacht verbrachten wir im „Best Western Zen Hotel“ in der Stadt. Bucht euch auf alle Fälle ein Hotel mit Infinity Pool, die Aussicht über Panama City mit den unendlichen vielen Hochhäusern ist einzigartig.

Playa Venao

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück für uns schon wieder weiter. Uns war vorher klar, dass wir aus der Stadt so schnell wie möglich raus wollten. Wir sehnten uns schon sehr nach dem Meer und versuchten keine Zeit verlieren. Was natürlich nicht heissen sollte, dass es ist Panama City nichts zu sehen oder unternehmen gibt.
Von unserer Unterkunft aus, machten wir uns auf dem Weg zur U-Bahn. In Albrook stiegen wir aus, weil dort der große Busbahnhof von Panama City war. Anfangs waren wir etwas überfordert, wir wussten nicht genau zu welchem Bus wir gehen sollten und wo wir das Ticket kaufen konnten. Das Beste ist einfach immer die Leute zu fragen, die helfen einem weiter. Von Albrook ging der Bus nach Las Tablas, das dauerte ca 4 Stunden. Unterwegs lernten wir ein Mädchen namens Vanessa kennen, die zufällig auch nach Venao wollte. Von Las Tablas teilten wir uns also ein Taxi nach Pedasi, und von dort holte uns ein Freund von ihr ab.

Die erste Nacht verbrachten wir im „Nao Venao“, ein kleines Hostel, dass aus Kontainern besteht. Alles ist sehr liebevoll mit Pflanzen und Lichterketten dekoriert. Zimmer hingegen sind sehr sporadisch eingerichtet und ziemlich eng.

Playa Venao ist ein ziemlich bekannter Strand in Panama, vor allem unter den Surfern. Hier findet man zahlreiche Unterkünfte am Strand, kleine Shops, eine hervorragende Bakery und einen Mini Supermarkt. Dieser Ort ist sehr bekannt für seine Strand Partys und größeren Ansammlungen von Touristen. Wer es also ruhig haben möchte, sollte sich hier auf keinen Fall niederlassen.

Ingesamt verbrachten wir 4 Nächte an diesem Ort, was uns dann auch gereicht hat, da wir keine Lust auf größere Menschenmassen hatten. Die Wellen jedoch waren perfekt zum Surfen und wir waren sehr froh, dass wir hier waren.

Die 3 anderen Nächte schliefen wir in einem Tipi Zelt im „Selinas“, was auch sehr schön war, nur unserer Meinung nach etwas überteuert.

An unserem Abreisetag beschlossen wir noch eine Insel namens „Iguana“ zu besuchen. Wir sind von Venao ca. 30 Minuten mit dem Auto zum „Playa Arenal“ gefahren. Von da aus fahren mehrere Fischerboote zur Isla Iguana. Man sollte auf alle Fälle früh genug da sein, da die Boote nur bis ca 14:00 Uhr fahren. Schon von weitem erkennt man die weißen Sandstrände und das glasklare türkisfarbene Wasser. Als wir vom Boot runter sind, haben wir bestimmt 10 Leguane gesehen, die überall verteilt waren. Diese Insel ist auf alle Fälle noch ein kleines Stück Paradies und es lohnt sich, sie zu besuchen.

Guanico

Für uns ging es dann weiter Richtung Guanico. Wir hatten nicht wirklich einen Plan wie wir dahin kommen sollten, aber irgendwie würde sich das schon regeln. Nach ca. 40 Minuten warten an einer Straßenkreuzung fuhr ein Taxi vorbei, dass uns für ca. 40 Dollar nach Guanico fuhr. Die Fahrt dauerte etwa 3 Stunden. Als Tipp falls ihr dort hin wollt, nehmt euch auf alle Fälle etwas zu Essen mit, den in Guanico gibt es keinen fußläufigen Supermarkt. Wir hatten in der Unterkunft „Guanico Surf Camp“ zwei Nächte gebucht. Diese tolle Unterkunft lag direkt am Strand und war mit einer kleinen Küche, einem schönen Außenbereich und mit einem Pool ausgestattet. Links und rechts befanden sich noch zwei weitere Häuser, ein bis zwei Restaurants und das wars auch schon. Aufgrund von Corona hatte einiges vorübergehend zu.


Da wir ohne Auto gereist sind, haben wir in der Unterkunft nach Fahrrädern gefragt und sind zum nächsten „Supermarkt“ geradelt. Dort gab es für uns nur Nudeln und Bohnen und etwas Obst. Was diesen Ort aber einzigartig macht sind die Wellen zum Surfen. Abends beschlossen wir noch eine „Sunset Session“ zu machen und es hat sich sowas von gelohnt. Wir saßen zu 4 im Line Up, die Sonne ging hinter uns unter und die Lichter waren einfach nur beeindruckend. Man konnte sich vor Ort auch verschiedene Bretter ausleihen. Die nächsten Tage liefen ähnlich ab, wir verbrachten viel Zeit im Wasser, am Strand oder halt eben in der Unterkunft. Falls man Ruhe haben möchte und leere Line Ups sucht, dann ist dieser Ort genau der Richtige, auch wenn die An-und Abreise etwas aufwendig ist.

Santa Catalina

Wir hatten wieder sehr viel Glück, da wir in der Unterkunft James kennengelernt hatten, der uns mit noch einem Mädchen aus der Schweiz nach Santiago fuhr. Von da aus nahmen wir einen Bus nach Sona, und von Sona ging es weiter nach Santa Catalina. Wir waren ca. 7 Stunden unterwegs. Angekommen in unserer Unterkunft „Villa Vento“ begrüßten uns ca. 12 Leute, die schon auf uns gewartet haben, damit wir gemeinsam Abendessen gehen konnten. Die ganze Atmosphäre in diesem Hostel war einfach großartig. Wir haben so viele tolle und liebe Menschen in dieser Zeit kennen gelernt und der „Hostelowner“ Danny hat sich immer um alle gekümmert und sorgte dafür, dass jeder einen einzigartigen Aufenthalt hatte. Neben dem Hostel gab es ein Restaurant namens „Tiki Lodge“, wo es die besten Burger gab, die wir seit langem gegessen haben. Es war ein sehr schöner Abend mit lieben Menschen aus der ganzen Welt.

Am nächsten Tag wollten wir unbedingt Surfen gehen. Das Hostel lag sozusagen im „Kern“ dieses kleinen Fischerdorfs, es gab 4-5 Restaurants, einen kleinen Supermarkt, eine Bakery und einen Obststand, der jeden Tag frische Säfte zubereitete. Allerdings war der „Surfstrand“ ca 20- 25 Minuten entfernt. Das war aber auch kein Problem, da wir immer mit mehreren Leuten dort hin spaziert sind. Direkt am Strand kann man sich im „Oasis“ Bretter ausleihen. Leider hatten wir an diesem Tag keine so guten Wellen, aber man kann ja nicht immer perfekte Bedingungen haben.

Nach dem Surfen ging es zurück ins Hostel. Es war wohl nichts Ungewöhnliches in Santa Catalina, dass der Strom für mehrere Stunden ausfiel. Nach kurzer Zeit merkten wir, dass es eigentlich täglich passierte. Ich muss sagen, ich fand es ganz schön, alle Leute saßen zusammen an einem Tisch und wir haben stundenlang geredet oder Karten gespielt. Im ganzen Ort waren Kerzen aufgestellt, die Restaurants waren weiterhin geöffnet und jeder war zufrieden.

Am Abend fuhren wir alle gemeinsam zur „Jammin Pizzeria“ wo es angeblich die beste Pizza aus ganz Panama gibt.

Am 4. Tag beschlossen wir eine Bootstour zur „Isla Coiba“ zu machen. Diese Tour konnte man in Santa Catalina an jeder Ecke buchen und scheint sehr beliebt zu sein. Im Nachhinein wissen wir jetzt auch warum. Die Tour kostete 80 Dollar, anfangs war ich etwas skeptisch, da dass nicht gerade günstig war, doch die Tour dauerte schließlich den ganzen Tag. Um 8:00 Uhr haben wir uns bei der „Diving School“ getroffen, danach haben wir gezahlt und sind dann mit unseren Flossen und Schnorcheln zum Boot gelaufen. Auf dem Weg zur „Isla Coiba“ haben wir Delfine und Wale gesehen. Die Wale waren zwar ziemlich weit weg, aber wir fanden es trotzdem sehr aufregend!
Nach ca 45 Minuten Bootsfahrt haben wir eine wunderschöne Insel angesteuert. Es war wirklich ein Paradies. Grüne Palmen, glasklares, türkises Wasser und goldbrauner Strand. An diesem wunderschönen Ort durften wir zusammen mit dem „Guide“ schnorcheln. Schon nach sehr kurzer Zeit haben wir sehr viele verschiedene Arten von Fischen gesehen und sogar einige Schildkröten.

Nach ca. 30 Minuten ging es dann weiter zum nächsten Traumstrand. Diese Insel war der Heimatort zweier riesiger Krokodile. Es war echt verrückt, die Tiere hautnah zu erleben. Eine Erfahrung, die wir auch nie vergessen werden. Nach diesem Erlebnis gab es für uns alle erstmal einen Mittagssnack, der auch in der Tour inkludiert war. Es gab ein paar Sandwiche, Cola, Ananas und eine frische Kokosnuss.

Dann ging es auch schon weiter zum nächsten Stopp. Hier war nochmal Schnorcheln angesagt. Wir hatten viel Glück an diesem Tag, da wir auch noch Mantas und kleine Haie im Wasser gesehen haben. Es war echt verrückt, wie viele verschiede Tiere wir auf dieser Tour erleben durften. Deshalb würde ich euch auf alle Fälle diese Tour empfehlen, wenn ihr in Santa Catalina seid.

Boquete

Am nächsten Morgen mussten wir uns auch leider von Danny und all den Leuten, die wir in Santa Catalina kennengelernt haben, verabschieden. Es fiel uns nicht leicht, da wir uns in diesem kleinen Örtchen sehr wohl gefühlt haben, aber wir wollten schließlich noch mehr von Panama entdecken. Danny war so lieb und hat uns mit dem Auto nach Santiago mitgenommen. Danach nahmen wir einen Bus nach David und von da aus einen weiteren Bus nach Boquete. Die Fahrt dauerte ca. 4 Stunden.

Wir haben uns dazu entschieden zwei Nächte in Boquete zu verbringen. Unsere Unterkunft hieß „Bambuda Castle“ und befand sich auf einem Hügel mit einem unglaublich schönen Ausblick. Es war tatsächlich eine Burg, die zu einem Hostel/Hotel umgebaut wurde. Man konnte sogar in den Whirlpool gehen oder das Schwimmbad benutzen. Also falls ihr nach Boquete reist, dann würden wir euch auf alle Fälle diese Unterkunft empfehlen. Probiert auch unbedingt das Frühstück aus!!

Am nächsten Morgen wollten wir eine der vielen Wanderungen in dieser Umgebung machen. Wir haben uns für die Lost Waterfall Tour entschieden. Die Wanderung dauerte ca. 2 Stunden und man wanderte zu 3 verschiedenen Wasserfällen. Ein Taxifahrer fuhr uns zum Startpunkt, danach überquert man eine Hängebrücke und schon ist man mitten im Dschungel. Es war wirklich eine traumhafte Wanderung, da jeder Wasserfall besonders war.

Unser Taxifahrer holte uns dort wieder ab und es ging weiter zu den Caldera Hot Springs. Dabei handelte es sich um 4 verschiedene Naturpools. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte man sozusagen den „Eingang“ und gegen eine kleine Gebühr von 3 Dollar durfte man die Naturpools nutzen. Wir waren die einzigen Leute dort, was wir immer besonders gut finden. Zufällig trafen wir aber dann noch auf eine Freundin, die wir in Santa Catalina kennen gelernt haben. Die Hot Pools waren natürliche Schwefelbecken und somit auch sehr heiß. Das war aber kein Problem, denn man konnte sich im Fluss, der nur ein paar Meter entfernt war, abkühlen. Dieser Ort war einfach nur magisch! Ein absolutes Muss, wenn ihr in Boquete seid.

Bocas del Toro

Das „Bambuda Castle“ bietet einen Shuttle zu den Bocas an. Das Ganze kostete uns inklusiv der Bootsfahrt 35 Dollar pro Person. Die Fahrt dorthin war wunderschön, da es sich landschaftlich stark von unseren bisherigen Eindrücken des Landes unterschied. Alles war so schön grün und bergig, man hatte teilweise eine wunderschöne Aussicht, da wir uns weit über den Meeresspiegel befanden. Nach ca. 5 Stunden hatten wir Almirante erreicht. Von da aus fuhren verschiedene Boote zu den Bocas. Das Boot brachte uns zur Hauptinsel. Dort haben uns die Leute sofort Hilfe angeboten und wollten wissen wo unsere Unterkunft sei. Wir hatten 4 Nächte in der „Bambuda Lodge“ gebucht. Dieses Hostel befand sich auf der Isla Solarta, eine kleine Insel, wo sonst auch nichts war. Deshalb machten wir noch einen kleinen Abstecher in den Supermarkt und fuhren dann zu unserer Insel. Die Taxiboote kosten zwischen 5 und 30 Dollar. Je nach dem wo man hin möchte, abends sind die Preise natürlich immer etwas höher und einige haben Fixpreise.
Schon vom weiten sah man unsere Unterkunft. Es war eine riesige Anlage, mit wunderschönen Bäumen, einen großen Pool, vielen Hängematten und einer Rutsche ins Meer. Wir hatten ein wunderschönes Zwei-Bettzimmer, was mit einer Art Blockhütte vergleichbar war. Es gab auch die Möglichkeit in der Unterkunft zu Essen, was natürlich ganz angenehm war, da es keinen Supermarkt auf der Insel gab. Nachdem wir uns etwas entspannt haben, wollten wir noch zu einem Strand. Also beschlossen wir zum Red Frog Beach mit dem Taxiboot zu fahren.

Island Tour
Am nächsten Morgen genossen wir unser Frühstück mit Blick auf das Meer. Um 10:00 Uhr startete unsere „Island Tour“, die wir am Vortag gebucht hatten. Diese Tour wird von einigen Hostels und Reiseunternehmen auf der Hauptinsel angeboten. Hier sollte man vorher die Preise vergleichen, da der Preisunterschied bei 10 – 15 Dollar liegen kann. Der erste Stopp unserer Tour war in mitten der Inseln, wo eine Gruppe von Delfinen auf uns wartete. Verglichen mit der vorherigen Bootstour bei Santa Catalina war hier der Ansturm der Boote wesentlich höher. Anschließend fuhren wir weiter zu einer Insel namens „Zapatilla“. Auf den Weg dorthin, machten wir noch einen kurzen Stopp bei den Mangroven, ein bekannter Faultier ( auch Lazy Monkey genannt ) Spot. Nach ca. 30 Minuten konnte man eine kleine Insel umgeben von Palmen und weißen Sandständen sehen. Das Wasser war glasklar – ein absoluter Traumstrand. Unser Bootsfahrer teilte uns mit, dass wir hier einen Aufenthalt von 2 Stunden hatten. Es war wirklich einer der schönsten Strände, die wir jemals gesehen haben. Nachdem wir uns 2 Stunden am Strand entspannt hatten, ging es mit dem Boot zu einem kleinen einheimischen Fischlokal am Meer. Als alle gesättigt und zufrieden waren, gab es die Möglichkeit sich Schnorchelausrüstung zu leihen und Schnorcheln zu gehen. Leider war dies etwas enttäuschend, da die Sicht nicht sehr weit reichte und das Riff nicht so bunt und lebendig war, wie wir es bei anderen Spots gesehen haben. Da wir auch die Hauptinsel kulinarisch erkunden wollten, entschieden wir uns abends einen Ausflug dorthin zu machen. Viele Restaurants waren aufgrund von Covid noch geschlossen, was die Auswahl etwas einschränkte. Nach kurzer Zeit entdeckten wir ein kleines Restaurant, die Tacos und Burritos anboten. Eine hervorragende Wahl!

Bluff Beach
An diesem Tag betätigten wir uns sportlich und liehen uns Fahrräder auf der Hauptinsel aus. Für den ganzen Tag zahlten wir ca. 10 Dollar für beiden Fahrräder. Allerdings sollten ihr vorher eurer Fahrrad kurz checken, da eines unserer Räder nicht mehr so angenehm zu fahren war. Die Streck zum Bluff Beach verlief am Meer entlang, somit ging die Zeit schnell um. Außerdem wurden die Straßen schnell abenteuerlicher und leerer. Kurz vor der Ankunft entdeckten wir eine Familie, die Kokosnüsse verkaufte – genau was wir gesucht haben. Der Bluff Beach ist einer der bekanntesten Surf Spots auf dieser Insel, doch nicht während der Regenzeit. Ein weiteres Mal hatten wir einen Strand für uns alleine, was uns schon verwundert hat, da dieser Spot relativ bekannt ist. Das freute uns sehr, denn wie ihr wisst, sind wir auf der Suche nach ruhigeren Stränden. Nach dem tollen Ausflug haben wir noch einen Tipp von Leuten aus unserer Unterkunft bekommen. Jeden Sonntag findet im „Recete Michila“ ein Barbecue statt. Man kann zwischen Fisch oder Spare Ribs wählen. Als Beilage gab es Salat, Reis und Patacon (frittierte Bananen). Das Ganze kostete ca. 10 Dollar, was echt total in Ordnung war für dieses gute Essen.

Hospital Point & Wizard Beach

An diesem Tag war es etwas regnerisch am Morgen. Also beschlossen wir, unsere kleine Insel etwas genauer zu erkunden. Es gab genau eine Wanderung hier, die zum „Hospital Point“ führte. Man konnte sich Schnorchelequipment und Gummistiefel ausleihen. Diese waren auch notwendig, da der Weg schwieriger war als erwartet. Der Hund einer Angestellten der Bambuda Lodge hat uns die komplette Zeit begleitet. Anfangs war der Weg noch etwas ausgeschildert, doch später wurde es sehr abenteuerlich! Wir würden euch immer empfehlen auf „Maps Me“ die Offlinekarte herunterzuladen. Schon nach ziemlich kurzer Zeit, waren wir bis zu den Knien im Matsch gesteckt, doch Umkehren war keine Option für uns. Der Weg war wunderschön, man fühlte sich wirklich, als wäre man im tiefsten Dschungel! Der „Hospital Point“ an sich, ist eigentlich ein schöner Spot zum Schnorcheln, allerdings fanden wir das nicht all zu besonders. Nichtsdestotrotz war es ein schöner Ausflug. Nach dem Mittagessen in der Unterkunft, waren unsere Freunde aus Santa Catalina angereist und wir beschlossen gemeinsam zum „Wizard Beach“ zu fahren. Allerdings konnte uns das Taxiboot nicht direkt am Strand absetzen, da der Wellengang zu hoch war. Also fuhr das Taxiboot zur „Isla Bastimento“. Von da aus waren es ca. 20 Minuten zu Fuß. Das dieser Weg so schwer wird, hätte keine von uns gedacht. Die Tage zuvor hat es immer wieder mal geregnet, was dazu führte, dass unsere Füße nach kurzer Zeit komplett im Schlamm steckten. Es ging auch steil bergab, was im Schlamm nicht einfach zu bewältigen war. Nach einer gefühlten Ewigkeit, mehreren Verletzungen und voller Dreck kamen wir schließlich am Strand an. Die Belohnung für diesen Weg, war natürlich der leere Strand. Es war wirklich keiner hier!
Da wir diesen Weg nicht mehr zurück gehen wollten, entschlossen wir uns dazu am Strand entlang zu gehen Richtung Red Frog Beach. Von da aus, sollte uns dann ein Taxiboot abholen. Das dies noch abenteuerlicher und schwieriger wurde, hätte keiner von uns erwartet. Wir mussten über Klippen klettern und sind mehrere Male vom Weg abgekommen – falls man das überhaupt als Weg bezeichnen kann. Wir haben verschiedene Tiere gesehen, sind nochmals durch Matsch gestiegen, mussten mit unseren Rucksäcken durch das Wasser schwimmen und über Bäume klettern. Nach 2 Stunden waren wir endlich am „Red Frog Beach“ angekommen und fühlten uns sehr erleichtert. Keiner konnte ahnen, dass dieser eigentlich geplante „Strandtag“ so aussehen würde. Das war auf alle Fälle ein Abendteuer, dass wir nie vergessen werden, aber wir auch nicht mehr wiederholen müssen. Falls ihr zum „Wizard Beach“ fahren wollt, dann nur wenn es nicht vorher geregnet hat und geht auf keinen Fall den „Weg“ zum Red Frog Beach.

Boca Chica

Eigentlich wollten wir unbedingt nochmal nach „Guanico“ zum Surfen. Dies wäre aber eine Fahrt von mindestens 12 Stunden gewesen und wir wollten keinen kompletten Tag verschwenden. Deshalb entschieden wir uns nach „Boca Chica“ zu fahren. Es ging mit dem Boot zurück zur Hauptinsel und von da aus auf das Festland. Anschließend sind wir mit einem Minibus nach Santiago gefahren. Wir müssen zugeben, wir hatten schon schönere Busfahrten, aber solche Erfahrungen gehören auch zum Reisen dazu. In Santiago nahmen wir nochmals einen Bus Richtung Boca Chica, und das letzte Stück sind wir mit dem Taxi gefahren. Wir haben 2 Nächte in der „Boca Chica Eco Bay Lodge“ gebucht. Die Gastgeber waren sehr freundlich und es war sehr anders, als die vorherigen Unterkünfte. Es fühlte sich eher wie ein Hotel an! Die Aussicht war einfach nur atemberaubend. Man überblickte das Meer und sah viele verschiede kleine Inseln. Abends beschlossen wir noch in das „Dorf“ zu gehen. Dort gab es zwei kleine Restaurants. Wir waren im Restaurant „La Costa“ und es gab dort hervorragenden Fisch. Vor allem der frittierte Fisch war ein Traum!

Island Tour

Hier in dieser Umgebung gab es nicht allzu viel zu unternehmen. Vor allem die Inseln sollen unberührt und wunderschön sein. Also beschlossen wir, wie die meisten hier, nochmals eine „Island Tour“ zu machen. Diese kostete 35 Dollar und dauerte ca. 5 Stunden. Wir teilten uns ein Boot, mit einer weiteren Familie aus unserer Unterkunft. Nach ca. 30 Minuten Bootsfahrt entdeckten wir schon die ersten Delfine. Es war unglaublich, überall, wo man nur hinsah, waren Delfine. Es war nicht so, wie auf den Bocas, dass 20 Boote noch neben uns waren. Es war nur unser Boot und die Delfine. Wir fuhren immer weiter vom Festland weg und plötzlich schrie unsere Bootsfahrer: „Whale! There is a Whale“. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, es war tatsächlich ein Wal. Um genauer zu sein, war es eine Mutter mit ihrem Baby Wal. Der kleine Wal sprang aus dem Wasser und zeigte sich von seiner besten Seite. Wir waren so nah dran! Es war wirklich unvergesslich. Nach diesem tollen Erlebnis, fuhren wir zu einer wunderschönen Trauminsel, auf der sich ein kleines Restaurant befand. Hier konnte man ein Mittagessen zu sich nehmen. Bei der Fahrt zur nächsten Insel, haben wir noch zwei riesige Schildkröten mitten auf dem Meer gesehen. Danach sind wir noch zu 3 verschiedenen Inseln gefahren, die alle wie aus dem Bilderbuch aussahen. Es waren fast keine Menschen, grüne Palmen, weißer Sand und türkises Wasser. Auf dem Rückweg hatten wir nochmals Glück und konnten die Wale ein weiteres Mal sehen. Abends gab es wieder Fisch im „La Costa“ und ein weiterer schöner Tag ging zu Ende.

Panama City

Wir konnten es kaum fassen. Die 3 Wochen waren fast zu Ende. Es war für uns Zeit zurück nach Panama City zu fahren, wo unsere Reise startete. Eine Bekannte der Eco Bay Lodge fuhr uns zur Hauptstraße. Sie meinte wir müssen an dieser Bushaltestelle warten bis ein Bus kommt mit der Anzeige „Panama City“. Sie meinte auch, dass der Bus so alle 2 Stunden käme. Also standen wir an dieser Hauptstraße mit unserem Gepäck und warteten auf diesen Bus. Wir mussten mittlerweile schon, dass man den Bussen zu winken muss, wenn man möchte, dass diese anhalten. Hier läuft halt eben alles anders, es gab keinen Busfahrplan wie in Europa, aber genau das mochten wir. Man muss halt einfach etwas mehr Zeit einplanen. Nach ca. 1 Stunde kam dann auch schon unser Doppeldecker nach Panama City. Die 5 stündige Fahrt kostete 8 Dollar. Angekommen in „Albrook“ (Busbahnhof in Panama City) nahmen wir ein Taxi zu unserer Unterkunft. Wir waren ziemlich platt und gingen nur noch Tacos essen.

Heimflug

Unser letzter Tag war angebrochen. Am Abend ging unser Rückflug nach Madrid und von da aus nach München. Am Ende einer Reise, lassen wir uns meistens noch ein Tattoo stechen. Michelle meistens kleinere als Mirco;) Nach dem Tättowierer hatten wir noch ein wenig Zeit Panama City zu erkunden. Wir beschlossen also uns eine „Mall“ anzusehen, da das Wetter auch nicht besonders schön war. Danach holten wir uns noch eine Pizza und dann ging es schon mit dem Taxi zum Flughafen.

Abschließend können wir nur sagen, wir haben uns in Panama verliebt. Selten haben wir so liebe Menschen kennengelernt, so viele verlassene Stände oder Wasserfälle gesehen. Wir haben unglaublich viele verschieden Tiere in der freien Natur gesehen und sind richtig gute Wellen gesurft. Panama wir kommen wieder!

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