Gran Canaria

Gran Canaria

1. Anreise

Die Kanaren sind einfach das perfekte Ziel für meine Ferienwoche im Februar. Einfach mal für ein paar Tage den Sommer genießen, und die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Mittlerweile ist es schon zu einer kleinen Tradition geworden, die Kanaren im Februar zu besuchen.

Bisher waren wir 2 mal auf Gran Canaria und beide Male war es fantastisch. Obwohl die Insel nicht besonders groß ist, entdeckten wir jedes Mal etwas Neues.

Wir sind damals von München geflogen, mit einem Zwischenstopp in Madrid. Der Flug kostet in der Regel ca. 200€. Direktflüge sind natürlich etwas teurer, aber auch erschwinglich. Die Flugzeit beträgt ca. 4,5 Stunden. Im Februar hat es meistens um die 20-25 Grad, was natürlich ein Traum ist.

Bei unserer ersten Reise sind wir mit dem Mietauto um die Insel gereist und haben in verschiedenen Hostels übernachtet. Beim zweiten Mal haben wir uns einen Campervan gemietet und damit die wunderschöne Insel erkundet. Diese Erfahrung war auch ein absolutes Erlebnis. Aber dazu später mehr..

2. Unterwegs mit dem Mietauto

2.1. Las Palmas

Ach, ich liebe es jedes Mal, wenn sich die Flugzeugtüren öffnen und ich die warme Luft spüren kann. Angekommen in Las Palmas (Hauptstadt Gran Canaria), haben wir erstmal unser Mietauto am Flughafen abgeholt. Dieses haben wir vor unserer Reise im Internet für eine Woche gebucht. Nach kurzer Zeit hatten wir auch schon die Schlüssel unseres Autos in der Hand und konnten zur Unterkunft fahren. 

Die ersten 3 Nächte beschlossen wir in Las Palmas zu bleiben, da es hier einige gute Surfspots gibt und es sich super anbietet von dort aus Tagesausflüge zu machen. Der Carnival wird auf den Kanaren groß gefeiert, was für eine tolle Atmosphäre sorgte. Alle Leute waren gelassen und gut gelaunt! 

Wir entschieden uns für das Hostel namens „Big Fish“, was im nachhinein die beste Wahl war. Die Mitarbeiter und die Gäste waren sehr freundlich und wir kamen alle sofort in Kontakt. Die Dachterrasse war mein absolutes Highlight an dem Hostel, da sich hier abends alle Gäste treffen konnten um den Sonnenuntergang zu genießen.

Am ersten Tag wollten wir natürlich gleich ins Wasser und die Wellen auschecken. Unser Hostel befand sich direkt an der Promenade. Der Surf Spot Playa de las Canteras ist sozusagen der Stadtstrand von Las Palmas. Der Strand verteilt sich über eine Strecke von ca. 3 Kilometer. Ich persönlich finde den westlichen Teil besser, hier befinden sich auch die meisten Surfschulen, die auch einen Verleih anbieten. 

2.2. Maspalomas

Am nächsten Tag wollen wir die Insel ein wenig erkunden und fuhren nach Maspalomas. Dieser Ort ist natürlich längst kein Geheimnis mehr und mittlerweile wurde dort auch alles von riesigen Hotelanlagen zugebaut. Hier ist es alles andere als „einheimisch“ oder „authentisch“. Nichts desto trotz kann man hier einen kurzen Stopp machen um die gigantischen Sanddünen zu besuchen. Die verschiedenen Sandhügeln sorgen auf alle Fälle für Spaß! Man kann hier hoch und runter laufen, bis einem die Puste ausgeht. 

Auf dem Weg nach Maspalomas sind wir die westliche Küstenstraße gefahren, auf der man an einem wunderschönen Ausblicksspunkt vorbei kommt „Mirador der Balcon“. Hier solltet ihr einen kurzen Stopp machen, um das Meer und die gewaltigen Felswände zu begutachten. 

Auf dem Rückweg haben wir uns für die Serpentinen entschieden. Auf der GC-60 hat man eigentlich die ganze Zeit einen wunderschönen Ausblick und kann die Natur genießen. Unterwegs trifft man auf einige Obst- und Gemüsestände, an denen man eine kurze Rastpause einlegen kann. Ich liebe diese Straßen einfach! 

2.3. Roque Nublo und das El Warung Cave Hostel

Von Las Palmas aus ist die Strecke zum Roque Nublo ein weiteres Highlight. Auch hier kommt man gar nicht aus dem Staunen raus, da sich die Landschaft gefühlt alle paar Minuten ändert. Auf einmal ist alles dunkelgrün und tropisch, etwas weiter findet man braunes Gestein und viele verschiedene Höhlen. 

Wir blieben 2 Nächte im El Warung Cave Hostel. Es ist wirklich ein absolutes Erlebnis, wer hat vorher schonmal in einer Höhle geschlafen? Wir zumindest nicht! Die Höhlen sind mit dem Nötigsten eingerichtet, es gibt eine süße Küche und zudem ist der Gastgeber mega freundlich und hilfsbereit. Abends kann man sich auf einer kleinen Terrasse verweilen und den atemberaubenden Ausblick genießen. 

Da sich die Lage des Hostels sehr gut anbietet für verschiedenen Wanderungen in der Umgebung, wollten wir gleich am nächsten Tag früh starten. Die Wohl bekannteste Wanderung dort ist von Tejeda nach Artenara. Cruz de Tejeda ist außerdem der Insel Mittelpunkt von Gran Canaria. Die Wanderung dauert ca. 5 Stunden und man kann sehr oft die schöne Umgebung und die bergige Landschaft genießen. Mein Highlight war der Blick durch das Felsenfenster  von Cuevas de Caballero. Hier hat man einen unglaublichen Ausblick auf die umgebenden Bergen. 

Nachdem wir uns nach dieser Wanderung etwas ausgeruht hatten, wollten wir zum Sonnenuntergang den Roque Nublo besuchen. Auch hier hat mich die Fahrt dorthin umgehauen. Vom Warung Hostel fährt man ca. 20 Minuten bis zum Parkplatz. Von da aus, wandert man ca. 40 Minuten bis man oben angekommen ist. Ich würde euch empfehlen entweder ganz früh morgens, oder zum Sonnenuntergang hochzugehen. Wir haben selten so ein Freiheitsgefühl verspürt als da oben. Die Wolken lagen unter uns, der ganz Himmel war orange rot gefärbt und ab und zu spitzelten aus der Wolkendecke ein paar Berge raus. Es war ein unbeschreibliches Gefühl auf dem Roque Nublo. Ein absolutes Muss, wenn ihr auf Gran Canaria seid!

Die nächsten Tage verbrachten wir wieder in Las Palmas. Wir genossen die guten Tapas und die schönen Wellen. 

Falls ihr die Insel mit dem Campervan erkunden wollt, findet dazu alle Information in unserem Gastbeitrag bei “Canary Vibes”. Hier verraten wir euch unsere Geheimtipps für das  Wildcampen, die besten Stellplätze und unsere Highlights.

Falls ihr Fragen habt, gerne in den Kommentaren stellen. 

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